YogiCoach und Yoga Nidra Ausbilder Marc Fenner im Yoga Journal Interview

In der Ausgabe April 2021 bin ich mit einem Interview im Yoga Journal und erzähle ein wenig über meinen Yoga Weg, die YogiCompany und natürlich über Yoga Nidra und die neue Yoga Nidra Online Ausbildung. Viel Freude beim lesen :-) und einen entspannten Tag,
wünscht Dir Marc

MIT SEINEN 2,03 METERN IST MARC
FENNER NICHT ZU ÜBERSEHEN. Wer
in den letzten Jahren Yogafestivals oder
-messen besucht hat, dem ist er sicher
schon mal aufgefallen, auch weil er in der
Regel ein Hingucker-T-Shirt aus seiner
eigenen Kollektion trägt. Dass er aus der
Yogaszene nicht mehr wegzudenken ist,
war nicht immer abzusehen, denn eine
Weile fühlte er sich in der IT-Branche, wo
er nach dem BWL-Studium gelandet war,
ganz wohl. Allerdings, erinnert er sich,
hatte er dort bereits einen kleinen Exoten-
Status mit seinen langen Haaren und
der Surfer-Seele, die ihn zum Studium
nach Bali sowie Reisen nach Hawaii oder
Mittelamerika
trieb, aber auch in den
Satyananda Ashram nach Indien, wo er
das Mahasamadhi von Swami Satyananda
erlebte. Mit Yoga war er schon früh
in Berührung gekommen – durch seinen
Vater, dem die Übungen halfen, trotz anstrengendem
Schichtdienst in Balance
zu bleiben. So richtig selbst in die Materie
eingestiegen ist Marc allerdings erst
2006, nachdem er von Dortmund nach
Köln umgezogen war und dort auf Swami
Prakashananda (1938-2020) traf, eine
direkte Schülerin von Swami Satyananda
(1923-2009). Eine Begegnung, die er als
großes Glück empfindet, denn durch sie
lernte er Yoga Nidra kennen, jene Tiefenentspannungstechnik,
bei der der sogenannte
Alphazustand erreicht wird, eine
Art bewusstes Zwischendasein zwischen
Wachen und Schlafen, das in tiefere Bewusstseinsschichten
führt. Indem einzelne
Sinne wie das Sehen ausgeschaltet werden,
bewege man sich auf eine Reise nach innen,
erklärt Marc. Yoga Nidra habe ihm
geholfen, den Yogaweg des Patanjali erst
wirklich zu verstehen, es gebe hier in Bezug
auf die Stufen der Persönlichkeitsentwicklung
einige Parallelen. Ein wichtiger Aspekt im Yoga Nidra ist das Sankalpa, das
Marc mit einem Samen vergleicht, der in
gute Erde gelegt wird. Ein positiver Glaubenssatz,
der den Praktizierenden darin
bestärkt, seinen wahren Zielen zu folgen.
In Marcs Fall hieß das: „Ich bin frei, im
Innen und Außen“, und das passte irgendwann
nicht mehr zu seinem IT-Job, der
zwar gutes Geld brachte, aber auch viel
Druck und Stress. Bis zur Kündigung verging
noch einige Zeit, in der ihm mitunter
der Zufall half, seinen Weg zu finden
– oder war es das Schicksal? Als er etwa in
Berlin-Kreuzberg an einer Siebdruckerei
vorbeikam, die einen Kurs anbot, entdeckte
er seine Liebe zum Design wieder, die er
schon als Schüler gehabt hatte. Sein erstes
mit dem Shri Yantra selbst bedrucktes,
gelbes T-Shirt kam in der Yogaszene gut
an und so entstand die Idee eines eigenen
Labels und damit die YogiCompany, in deren
Logo sich die Symbole für „Love, Peace
and Om“ vereinen, Marcs Lebensmotto.
Auch dass er mittlerweile selbst im großen
Stil Yoga Nidra lehrt, ergab sich aus einem
natürlichen Fluss heraus. Beim Berliner
Yogafestival 2015 am Wannsee hatte er mit
der YogiCompany einen Stand, las auf der
Anmeldung, dass er die Möglichkeit hatte,
auch einen Workshop zu geben und dachte
sich: „Warum eigentlich nicht?“ Mit der
Masse an Menschen, die er damit ins dort
aufgebaute Zirkuszelt zog, hatte er zwar
nicht gerechnet und war etwas überrumpelt,
aber da ein Yogi immer im Hier und
Jetzt einsatzbereit und mutig ist, zog er
das Ganze durch. Das positive Feedback
bestärkte ihn, weiterzumachen – und der
Rest ist Geschichte …
Mehr Informationen zum YogiCoach
Marc Fenner gibt’s hier:
YogiCoach.de
YogiCompany.de
YogaNidraAusbildung.de
MARC IM QUICK-TALK
Kannst du kurz umreißen, was dich so
an Yoga Nidra begeistert?
Vieles! Etwa, dass es jeder machen kann,
völlig unabhängig von Alter, Vorwissen,
Gelenkigkeit usw. Und dass es hilft, sich
darüber klar zu werden, welchen Weg man
wirklich gehen möchte. Ich selbst hätte zum
Beispiel die YogiCompany sicher nicht gegründet,
wenn ich nicht Yoga Nidra praktizieren
würde und mich die Kraft meines
Sankalpas mit dabei unterstützt hätte.
Am 5. Mai startet deine nächste zwölfwöchige
Yoga-Nidra-Online-Ausbildung.
Was erwartet die Teilnehmer dort?
12 Online-Kurs-Module mit je 4-5 Einheiten.
Videos, Übungen, Handouts, Aufgaben
… Dabei habe ich auch Elemente
integriert, die ich aus meiner NLP- und
Heilpraktiker-Ausbildung kenne und eigene
Coaching Formate für Yoga Nidra entwickelt.
Wichtig ist zudem der Austausch
der Gruppenmitglieder untereinander, in
der Regel eine sehr spannende Mischung:
von der Studentin über die Ärztin und den
Yogalehrer bis hin zum Psychologen. Einmal
wöchentlich gibt es darum ein Online-
Gruppentreffen und am Ende einen
Abschluss mit Prüfung und Zertifikat.
Ist das Netz eine Corona-Notlösung?
Jein. Tatsächlich hatte ich mich mit Onlineschulungen
schon vor Corona auseinandergesetzt,
aber die Krise hat mir Zeit und
Energie für die Umsetzung gegeben. So
machen nun sogar Leute von Bali aus mit!
Dass sich die Situation im Außen verändert
hat – ich unterscheide gern zwischen
der äußeren und der inneren Welt – macht
natürlich etwas mit uns Menschen. Im
besten Fall lernen wir, wieder mehr im
Hier und Jetzt zu agieren. Dem Neuen mit
Offenheit und Liebe zu begegnen, anstatt
im Alten zu verharren.
„Ich bin der Surfer auf den Wellen des Lebens“, stellt Yoga-Nidra-Ausbilder
Marc Fenner im Video-Interview lächelnd fest. Tatsächlich ist er noch sehr viel
mehr: Inhaber des Modelabels YogiCompany, Coach für Persönlichkeitsentwicklung,
Heilpraktiker, Yoga-Therapeut – und nicht zuletzt Yogi, der mit dem Sankalpa in
Yoga Nidra die positiven Samen der Veränderung sät.
TEXT: CARMEN SCHNITZER FOTO: KARO MAST